Startseite
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 


Webnews



http://myblog.de/herbert-on-tour

Gratis bloggen bei
myblog.de





Herbert am Tag vor Karfreitag

Morgens, nachdem ich bereits gefrühstückt hatte und mich sowieso schon einigermaßen faul darum gekümmert hatte aufzustehen, das heißt in einem quälend langsamen Rhythmus, wollte ich zu Timo fahren um ihm die Ergebnisse des gestrigen Tages, dich ich bereits auf CD gebrannt hatte, zu präsentieren. Ich kam zeitlich gesehen fast genauso an, wie gestern, klingelte etwas stürmisch und erwartungsvoll auf ein paar sinnlos zu verbringende Stunden, bis Timo die Tür öffnete. Ich überreichte ihm die CD und ein Packet Stahlseiten für seine Gitarre. Ich hatte sie vor einem halben Jahr gekauft, hatte diesen Schritt aber umsonst getan, sie waren für meine Gitarre nicht geeignet. Ich hätte mir das komplette Griffbrett durchgebogen, anstatt einen einwandfrei sauberen Klang genießen zu dürfen. Ich trat also etwas überstürmt ein, als er mir grad in dem Moment verkündigte, dass er eigentlich keine Zeit habe. Ich nahm dies hin, da ich sowieso nichts anderes erwarten konnte, wenn ich zu jemandem aus „blauem Dunst“ fahre. Ich plauderte kurz mit ihm, schlug ihm ab das er die Saiten bezahlen solle und fuhr wieder zurück nach Hause. Dort erwartete mich bereits eine Kaffeegesellschaft meiner Mutter, bestehend aus meiner Kusine und ihrem zweiten Kind, wobei das Kind gerade spielte und meine Kusine genüsslich an ihrem Cappuccino nippte. Später kam auch noch unsere Nachbarin hinzu, mit ihrem ersten Kind, das mittlerweile kein Kind mehr war sondern zu einer Frau herangereift war. In dieser Gesellschaft hielt es mich nicht lange, den es gab etwas zu erleben. Es ist ja ein Tag vor Karfreitag und am Karfreitag sind bekanntlich alle Geschäfte geschlossen, was die meisten Leute dazu veranlasst wie wild am heutigen Tag einzukaufen. Meine Mutter die im Einzelhandel tätig ist bestätigte dies und fügte hinzu, das der Tag vor Karfreitag schlimmer sei als der vor Weihnachten. Ich wollte auch eine Kleinigkeit kaufen und so stieß ich mich ins Getümmel. Vor Neukauf stieß ich auf einen vollbesetzten Parkplatz, was für einen Radfahrer aber kein Problem darstellt. Im Laden auch das blanke Durcheinander. Es gab keine Abteilung in der nicht irgendein Kunde stand und auf die Produkte starrte. Ich ging nur schnell durch, nahm mir zwei Dosen Cashew Nüsse und lief zur Kasse. Ich hatte Glück. Trotz der heillos überfüllten Gänge und des zugestellten Parkplatzes ergatterte ich eine bis auf einen Kunden freie Kasse und war in null Komma nichts wieder aus dem Laden. Es hätte schlimmer ausgehen können. Wieder zuhause war die Kaffeegesellschaft immer noch dabei das Sofa plattzusitzen, was sich aber in den nächsten fünf Minuten erledigen sollte. Ich hatte sie überlebt. Was mich direkt dazu brachte Mittag zu essen. Nachmittags, nachdem der Frisör da war, der bei uns in der Nachbarschaft wohnt, starrte ich auf etwas extrem hässliches. In meinem Schuhkarton mit all den Kassetten die ich bespielte mit acht bis dreizehn, sah ich sie: „Bibbi Blocksberg“. Ich hatte mir die Kassetten vor Jahren mal geliehen, zu Zeiten als ich eine Parodie auf diese Reihe gemacht hatte und dazu Original-Stimmen und Sätze verwenden wollte. Sie ist damals auch nicht so schlecht geworden, nur mittlerweile nahmen sie mir wertvollen Platz weg. Kurzerhand packte ich die Kassetten ein und fuhr, wieder einmal auf „blauen Dunst“ zu Sina und brachte die Kassetten zurück. Sina war nicht da, ich traf nur auf ihre Eltern, die gerade im Garten waren. Kein Problem, ich gab sie einfach dort ab und wurde allerdings mit etwas verstörten Gesichtern empfangen. Keiner hätte in diesen Momenten je damit gerechnet mit so was anzukommen. Die Bänder wurden direkt vor meinen Augen weiterverschenkt an eine junge Mutter die bei ihnen zu Besuch war. Naja, es soll mir egal sein, ich war sie los. Um nicht weiter die Ruhe zu stören, zischte ich auch sofort wieder ab. Ein historischer Besuch. In einer Bücherei hätte ich eine Geldstrafe zahlen müssen, weil ich die Ausleihfrist fünf Jahre überzogen hätte. Das Leben geht weiter und ich konnte endlich wieder in Ruhe schlafen.

5.4.07 18:41
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung